DAS AKTUELLE REFERAT ZUM THEMA GLEN MILLS:

VORABDRUCK

 

VERÖFFENTLICHUNG IN KÜRZE IN: DVJJ (Hrsg.): „Jugend, Gesellschaft und Recht im neuen Jahrtausend – Blick zurück nach vorn“; Dokumentation des 25. Deutschen Jugendgerichtstages in Marburg 2001, 2003

 

 

 

 „Welch eine triste Epoche doch, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern, als ein Vorurteil.“

Albert Einstein

                                                                                             

 

Sonderreferat

Glen Mills Schools: Das Original

 

11 Fragen – 11 Antworten

 

Petra Guder

(unter Mitwirkung von zwei deutschen Absolventen der Glen Mills Schools)

 

Vorbemerkung:

Ursprünglich war für das Referat der ausführende Direktor der Glen Mills Schools, Dr. hc C. D. Ferrainola vorgesehen. Die Ereignisse des 11. September 2001 und die sich daran knüpfenden zahlreichen Fragen nicht nur in der amerikanischen Bevölkerung, sondern insbesondere in der Schüler- und Mitarbeiterschaft der Glen Mills Schools machten es für ihn erforderlich, örtliche Prioritäten zu setzen und auf eine Anwesenheit beim 25. Deutschen Jugendgerichtstag zu verzichten, aber gleichwohl eine ausdrückliche Einladung an alle deutschen Mitstreiter im Bereich der Jugend-(kriminalrechts)pflege und weitere Interessierte auszusprechen, die Glen Mills Schools zu besuchen, um sich vor Ort direkt und unmittelbar ein eigenes Bild zu machen.

 

Über die Glen Mills Schools ist in den vergangenen 6 Jahren heftig und vor allem auch kontrovers diskutiert worden. Auch wenn, wie beispielsweise von der Magdeburger Initiative[1], immer wieder gefordert wird, dass wir „eine neue Kultur jugendlicher Partizipation in allen Gesellschaftsbereichen brauchen“ ist häufig in diesen Diskussionen gerade die Perspektive der betroffenen Jugendlichen und deren Eltern vernachlässigt, stattdessen aber umso mehr über die Wirkung der Glen Mills Schools und die möglichen Befindlichkeiten der teilnehmenden Jugendlichen diskutiert worden.

 

Deshalb wurde das Sonderreferat, um die ursprüngliche Intention der originalen und  unmittelbaren Information zu erhalten, dazu genutzt, einen Perspektivwechsel vorzunehmen und dem Personenkreis ein Forum zu schaffen, der sonst eher Gegenstand der Diskussion ist, wenn es um Handlungsansätze im Umgang mit jungen Menschen mit Lebenslagenproblemen geht, nämlich den Jugendlichen selbst.

 

Zwei deutsche Absolventen der Glen Mills Schools (Programmabschluss 1998 und 2000) diskutierten Fragen, Vorbehalte, Erfahrungen und Vorurteile aus ihrer Sicht. Hierbei erwiesen sich besonders folgende Bereiche als klärungsbedürftig:

 

1. Sind die Glen Mills Schools ein Strafinternat für hoffnungslose Fälle?

Betrachtet man die „Historie“ der bisherigen Diskussion um die Glen Mills Schools, so ist festzustellen, dass die Focussierung bei der Frage des infragekommenden deutschen Klientels sich schnell auf sog. hoffnungslose Fälle, bereits erheblich kriminelle Jugendliche konzentriert hat. So nachvollziehbar und verständlich die Intention ist, gerade für diese Gruppe eine modellgültige Antwort als Alternative zur „Ultima Ratio“ zu haben, hat diese Absicht jedoch in ganz erheblichem Masse zur Mystifizierung und teilweisen Glorifizierung der Glen Mills Schools als „Antwort auf alle Fragen“ beigetragen, die so von den Glen Mills Schools selbst nicht beabsichtigt oder intendiert ist. Tatsächlich betrachtet man sich als eine Möglichkeit unter vielen – im übrigen auch in der amerikanischen Jugendhilfelandschaft – jungen Menschen mit Ausgrenzungsproblematiken zu helfen. Dabei ist man der Überzeugung, mit der Focussierung auf Peer-Teaching und Peer-Education als zentrale Elemente der Schulorganisation, eine optimale kulturelle Umgebung gerade für diejenigen Jugendlichen zu bieten, die sich aufgrund erheblicher Ablösungsproblematiken dem Einfluss von erwachsenen Autoritäten (Eltern, Schule etc. ) völlig entziehen und ihre Orientierung vorrangig in verschiedenen Ausformungen von gleichgesinnten Gleichaltrigengruppen suchen (Freundeskreis, Clique, Bande). Die Elemente Peer-Teaching und Peer-Education sind im übrigen auch explizit in einer Umsatzempfehlung zu „Präventionsstrategien zur Vermeidung von Kinder- und Jugenddelinquenz“   als erfolgversprechende Komponenten wirkungsvoller Ansätze beschrieben: „Unter dem Stichwort Jugend hilft Jugend sollen die individuellen und sozialen Kompetenzen junger Menschen in der Präventionsarbeit im Sinne von Peer Education und Peer Teaching verstärkt genutzt werden, um Kinder und Jugendliche in Krisensituationen anzusprechen und quasi unter Gleichaltrigen den Dialog zu befördern und Bewältigungsstrategien zu entwickeln.“[2]

 

Die Belegung der Glen Mills Schools umfasst ein entsprechend weites Spektrum: Jugendliche, die vernachlässigt wurden und/oder die kein Elternhaus haben, Schulverweigerer/Versager, Wegläufer unterschiedlicher ethnischer Herkunft und Schichtzugehörigkeit wie auch Jugendliche, die ein- oder mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Gerade aus der Sicht der Absolventen wirken daher Etikettierungen wie Strafinternat oder die angenommene Voraussetzung einer kriminellen Karriere stigmatisierend. Wenn die Handlungsprämisse „Prävention statt Reaktion“ ernst genommen werden soll, bedeutet dies auch im Hinblick auf die Glen Mills Schools, einen Aufenthalt eines Jugendlichen so früh wie möglich in Erwägung zu ziehen.

 

2. Handelt es sich um ein Time Out Projekt für Gewalttäter, um einen sog. stationären „heissen Stuhl“?

Immer wieder wird als Quelle von Anti-Aggressivitätstrainings oder Ansätzen konfrontativer Pädagogik auf die Glen Mills Schools verwiesen. Die Glen Mills Schools hingegen betrachten sich nicht als Ursprung des Heissen Stuhls oder anderer Anti-Aggressivitätstrainingsprogramme im Rahmen konfrontativer Pädagogik. Es gibt in den Glen Mills Schools, weil grundsätzlich konzeptionell abgelehnt resp. nicht als wirkungsvoll im Umgang mit jungen Menschen betrachtet,  weder die Einrichtung eines „Heissen Stuhls“ noch sonst irgendwelche ... „geheimen Gruppensitzungen“[3] und damit keine Elemente kollektiver Beschämung oder des Brechens einer angenommenen negativen Persönlichkeit als Voraussetzung zur Herausbildung einer positiven Persönlichkeitsstruktur. Diese werden von der Schule als Gehirnwäsche und damit unvereinbar mit der eigenen Philosophie, dem Menschenbild und der Verfassung abgelehnt. Ebenso wenig handelt es sich bei dem Schulprogramm um eine Alternative zur Haft für Gewalttäter. Bei Bewerbern für die Glen Mills Schools ist es nicht massgeblich, wie umfassend deren Lebenslagenprobleme sind. Die Focussierung auf eine solch spezifische Gruppe als Eingangskriterium für die Aufnahme in die Schule würde einem der Grundpfeiler der Glen Mills Schools, sämtliche Labeling-Prozesse und damit verbundene Ausgrenzungen und Zuschreibungen von vornherein zu unterbinden und zu hinterfragen, entgegenstehen. Die Begrifflichkeit der „aggressive kids“ in der Beschreibung der Schule ist sprachlich als Synonym für Jugendliche mit mannigfaltigen exogenen Verhaltensmustern und Konfliktbewältigungsstrategien zu sehen, welches nicht notwendigerweise und erst recht nicht aussschliesslich gegen Personen aggressiv ausagierende Jugendliche umfasst. Bei den amerikanischen Schülern der Glen Mills Schools, die Kontakte mit dem Jugendgericht hatten, finden sich fast deckungsgleich übliche  jugendalterstypische delinquente Verhaltensweisen im Vergleich zu deutschen Jugendlichen. Aus der Erlebenswelt der deutschen Teilnehmer betrachten sie sich im Vergleich zu den amerikanischen Programmteilnehmern als nicht unterschiedlich, besser oder schlechter, weil nach ihrer Auffassung delinquentes Verhalten aus den gleichen Beweggründen herrührt: Dazugehören, Anerkennung und Ansehen unter Gleichaltrigen erlangen. Möglicherweise, so die These eines Absolventen, zeigen einige amerikanische Jugendliche die v. g. Verhaltensweisen bei schwierigen sozialen und ökonomischen Verhältnissen etwas häufiger, um zum Lebensunterhalt der Familie und/oder jüngerer Geschwister beizutragen, ansonsten gebe es aber aus der eigenen Erfahrung keine Unterschiede in der Entwicklung abweichenden Verhaltens zu delinquenten Verhaltensmustern. Vorsicht scheint indes besonders geboten bei der Begriffswahl des jugendlichen Gewalttäters. Hierzu stellt Mansel treffend fest, dass „infolge der Etikettierung der Jugendlichen als einer demographischen Bevölkerungsgruppe, unter der sich in wachsendem Masse Gewalttäter befinden, sich das Verhalten der Bevölkerung gegenüber diesem Personenkreis dergestalt ändert, dass auffälliges und gegebenenfalls unerwünschtes Verhalten eher unter der Kategorie „Gewalt“ subsumiert und bei der Polizei angezeigt wird“.[4]

 

3. Verstossen die Glen Mills Schools gegen die Menschenwürde, weil man sich in einer Athmosphäre der totalen Kontrolle bedingungslos unterordnen muss und täglich Bespitzelungen ausgesetzt ist?

Einer der  Leitsätze der Schule lautet, dass die Schüler der Glen Mills Schools den gleichen Respekt und die gleichen persönlichen Entwicklungschanden wie alle anderen jungen Menschen verdienen. Die Schule wird von den Schülern im Endeffekt selbst geleitet. Sie sind für alles verantwortlich. Die Mitarbeiter sorgen dafür, dass alles seinen geregelten Lauf nimmt und haben die Aufgabe, u. a. darauf zu achten, dass keiner unterdrückt oder benachteiligt wird. Von jedem wird erwartet, dass er täglich durch sein individuelles Handeln zur Verbesserung der Schule beiträgt, um sie jeden Tag etwas besser zu gestalten, als sie zuvor war. In den Glen Mills Schools geht es nicht darum, sich als einzelner Schüler der Gruppe zu unterwerfen und als Individuum verlorenzugehen, sondern durch die gemeinsame Hilfe von Mitschülern und Mitarbeitern individuelle Zielsetzungen zu erreichen. Hierzu gehören auch Verantwortungsbewusstsein, Selbstbewusstsein, Entscheidungs-findungs- und Problemlösungskompetenz.  In diesem Zusammenhang sind die Stellungnahmen der beteiligten Absolventen besonders hervorzuheben, die im Gegensatz zur Frage die Schulatmosphäre als höflich, friedlich und respektvoll bezeichnen und der vermuteten Athmosphäre der angeblich totalen Kontrolle entgegensetzen, dass die Schüler es sind, die die Schule leiten und für die Organisation verantwortlich sind, wobei ein Grundelement ist, dass man sich gegenseitig hilft und nicht wegsieht, wenn andere Schüler Probleme haben, sondern es selbstverständlich ist, diese anzusprechen, um Probleme zu lösen. Die Selbstverständlichkeit, sich gegenseitig zu helfen als Bespitzelung misszuverstehen, werteten sie vor allem als ein Missverständnis, welches aufgrund unzureichender oder irreführender (Medien-)darstellungen entstehen könne. Über die Diskussionsprozesse in den Gruppen und die Mitarbeit in der Schülervertretung mit dem Schulspitznamen „Battling Bulls Club“ gibt es vielfältige Mitwirkungsmöglichkeiten. Dabei ist der Spitzname weder eine Besonderheit der Glen Mills Schools oder ein besonders männliches Symbol, sondern solche und ähnliche Spitznamen sind in den amerikanischen Highschools üblich. Beide Schüler waren sich einig, dass solche Fragestellungen bei guten Privatschulen für Kinder gehobener Bevölkerungsschichten wohl nicht gestellt würden, man aber Jugendlichen, die einmal einen Fehler gemacht hätten, nicht zutrauen würde, dass sie sich auch anders verhalten können und wollen. Schliesslich reagieren die Glen Mills Schools nicht auf abweichendes Verhalten als Ausdruck einer individuellen Störung, sondern sehen abweichendes, delinquentes Verhalten als soziale Gegebenheit und damit als Ergebnis eines mannigfaltigen Zusammenspiels verschiedener Ursachen von der Mikro bis zur Makroebene  an.

 

4. Welche Rolle spielen Drill und andere militaristische  Elemente?

Drill und sonstige militaristische Elemente sind grundsätzlich kein Programmbestandteil der Glen Mills Schools. Die Glen Mills Schools sind ein Schulprogramm und kein Boot Camp, in dem militaristischer Drill den Tagesablauf bestimmt. Das Brechen eines Menschen als Voraussetzung für die Entwicklung einer positiven Persönlichkeitsstruktur lehnt die Schule als unvereinbar mit ihrem Menschenbild ab. Bedauerlicherweise ist  insbesondere in den Medien bisweilen der Eindruck militärischer Rituale vermittelt worden, so z. B. das Hissen der amerikanischen Flagge. Es gehört zum Alltag in jeder amerikanischen Highschool, dass morgens zum Schulbeginn die Flagge gehisst und nach Schulschluss wieder eingeholt wird. Hierfür sind verschiedene Schülerdienste im Wechsel verantwortlich. Es handelt sich also um keinen Fahnenappell, bei dem u. a. Jugendliche aus Deutschland zum Absingen der amerikanischen Nationalhymne veranlasst würden. Ebenso werden Methoden der Gruppenbestrafung abgelehnt, z. B. Liegestütze für Fehlverhalten, wie es in einem Filmbeitrag dargestellt wurde. Gemeinsame Liegestütze werden wohl zum Aufwärmen beim Training der Schulmannschaften, wie im Leistungssport allgemein üblich, gemacht. Ansonsten können Jugendliche im Rahmen des einmal wöchentlichen Schulsports, der verpflichtend für alle Schüler am Mittwochabend stattfindet, in wechselnden Mannschaften gegeneinander antreten, wobei es bei den Übungen nicht auf athletische Fähigkeiten ankommt, damit jeder einmal gewinnen kann. In diesem Zusammenhang können Mannschaften durch Liegestütze als Anreiz Preise gewinnen. Im Verlaufe der Geschichte der Glen Mills Schools haben lediglich zu früheren Zeiten im Rahmen des Zeitgeistes militaristische Elemente eine Bedeutung gehabt. Von diesen Zeiten zeugt noch eine alte Kanone auf dem Schulgelände.

 

5. Wie sind  die dauernden Konfrontationen und der umfassende Regelkatalog aushaltbar?

Das amerikanische Wort „Konfrontationen“ klingt für deutsche Ohren aggressiv und assoziiert eine rauhe, herzlose Athmosphäre mit rüdem Umgangston. Tatsächlich hat das Wort aber im Schulalltag eine breite Bedeutungspalette. Wie in anderen sozialen Systemen oder Gruppen auch, gibt es vielfältige Möglichkeiten, einen anderen auf unerwünschtes und/oder störendes Verhalten hinzuweisen, z. B. durch Mimik, Gesten, Ermahnungen, Hinweise, Erinnerungen bis hin zur nachhaltig geäusserten Kritik. Die freundliche Schulathmosphäre ist über Jahre gewachsen und so erledigen sich viele Dinge fast unmerklich für den aussenstehenden Betrachter, der bisweilen spektakuläre Geschehnisse erwartet. Wer bei einem Besuch der Glen Mills Schools hierauf fixiert ist, wird enttäuscht sein, einen regulären, freundlichen Schulalltag vorzufinden. Wenn es darum geht, tiefergehende Probleme zu besprechen, so erfolgt dies in der vertrauten Athmosphäre der Wohngruppen. Einer der Absolventen zog in diesem Zusammenhang folgenden Vergleich: „In einer Familie diskutiert man interne Probleme ja auch nicht in aller Öffentlichkeit oder wenn Besuch da ist, weil das für den Einzelnen peinlich wäre.“ Die Glen Mills Schools haben auf das Aufstellen von Regelwerken gänzlich verzichtet, sondern legen auf  Konsensbildungen im Rahmen von Normenbildungsprozessen Wert. Ein Eckpfeiler für die Bildung von Normen, d. h. zu analysieren, welche dominierenden Verhaltensweisen in Gruppen sinnvoll für die Unterstützung von individuellen und institutionellen Zielen sind, welche keine Rolle spielen und welche kontraproduktiv sind, ist die Leitlinie, dass keiner der Mitarbeiter oder Schüler von einem anderen etwas verlangen, bemängeln oder kritisieren kann, was er selbst nicht zu tun bereit ist. Eine weitere Rolle spielt die Bewusstmachung der individuellen Vorbildfunktion jedes Einzelnen, der durch sein Verhalten oder Nichtverhalten, durch das Akzeptieren oder Ignorieren von Verhaltensweisen, durch Rückmeldungen oder Übersehen täglich durch sein Handeln für Normenbildungsprozesse verantwortlich ist. Dominierende Verhaltensweisen in Gruppen sind dabei ständigen Veränderungen und Modifikationen unterworfen, es handelt sich mithin nicht, wie Normen bisweilen missverstanden werden, um normierte Verhaltensweisen, denen die Beteiligten ausgeliefert sind, sondern um Prozesse, an denen sie täglich aktiv durch eigenes Handeln beteiligt sind. Deshalb gibt es in den Glen Mills Schools auch keine – oft vermutete – starre Hierarchie.

 

 

6. In den Glen Mills Schools gibt es keine Sozialarbeiter und Psychologen, die für Probleme und persönliche Gespräche zur Verfügung stehen. Die Mitarbeiter sind keine ausgebildeten Pädagogen. Was macht ein Jugendlicher, wenn er Probleme hat?

Einer der Grundsätze der Glen Mills Schools beinhaltet, dass die Schüler stets an erster Stelle jedweden Handelns stehen. Für die Lösung eines Problems eines einzelnen Mitwirkenden sind alle gemeinschaftlich verantwortlich. Von den Mitarbeitern wird erwartet, dass anfallende Probleme gelöst werden, auch wenn dies Prozesse erfordert, die über das tägliche Arbeitszeitende hinausgehen. Im Zusammenhang mit anfallenden Problemlösungsprozessen spielt auch das Konzept der gegenseitigen Hilfestellungen im Rahmen von Peer-Teaching und Peer-Education innerhalb der Schülerschaft eine entscheidende Rolle. Den Schülern selbst wird ganz entscheidende Problemlösungskompetenz zugetraut, weil sie im Laufe ihres Lebens verschiedendste Situationen selbst erfahren haben und aus dem direkten Erleben die Befindlichkeit eines anderen Schülers in einer ähnlichen Problemlage authentischer nachvollziehen können, als dies Erwachsene aus ihrer spezifischen Erwachsenenperspektive nachempfinden. Ein Schüler kann sich jederzeit an jeden anderen Schüler wenden oder wird von Mitschülern angesprochen werden. Gleichfalls hat jeder Schüler einen Mitarbeiter als persönlichen Berater, den er jederzeit ansprechen kann, wie auch alle anderen Mitarbeiter in der jeweiligen Wohngruppe. Durch die vielfältigen verschiedenen Aufgaben der Mitarbeiter erleben sie die Schüler in verschiedenen sozialen Situationen, was umgekehrt gleichfalls zutrifft. Sämtliche Mitarbeiter haben im übrigen einen Collegeabschluss und sind durch das hausinterne Fortbildungssystem speziell für die Aufgaben in den Glen Mills Schools ausgebildet. Bei besonderen Problemlagen kann die jeweilige Wohngruppe den Hauspsychologen hinzuziehen. Ein Teil der Mitarbeiter hat Abschlüsse in Psychologie, Soziologie und/oder Kriminologie. Der Direktor der Schule war ursprünglich selbst Sozialarbeiter mit Streetworkerfahrung, bevor er selbst im universitären Bereich als Professor Sozialarbeit lehrte. Im übrigen wenden sich die Glen Mills Schools nicht gegen pädagogische Professionen generell. Es werden vielmehr aus Sicht der Schule ungeeignete, vorrangig auf der Grundlage individualistischer Erklärungsansätze beruhende Konzeptionen des Umganges mit abweichenden Verhaltensweisen männlicher Jugendlicher in der Adoleszenz kritisiert, weil solche Ansätze ausschnitthaft nur einen Teil der multiplen Bedingungszusammenhänge abweichenden Verhaltens erfassen und weitere Teilbereiche der Mikro- und Makroebene vernachlässigen. Ein weiterer Kritikpunkt pädagogischen Handelns aus Sicht der Glen Mills Schools sind vorrangig retrospektive Ansätze und solche, die junge Menschen vornehmlich aus der Perspektive individueller Störungen und Defizite betrachten.

 

 

7. Handelt es sich bei den Glen Mills Schools um eine Männergesellschaft, in der Macho-Ideale vermittelt werden?

Zu den Grundprinzipien der Glen Mills Schools für alle Mitwirkenden gehört, dass niemand das Recht hat, einen anderen zu verletzen. Jeder ist gefordert, den anderen mit der gleichen Achtung zu behandeln, mit der  er selbst behandelt werden möchte. Weiterhin ist auf Lernziele wie Hilfsbereitschaft, Höflichkeit und Rücksichtnahme, Reduzierung von Egoismus, Verantwortungsbewusstsein und –bereitschaft zu verweisen. Aus der Sicht der Absolventen haben die Glen Mills Schools für sie entscheidend dazu beigetragen, ein positives Selbstwertgefühl zu entwickeln, welches gerade nicht auf sog. Macho-Idealen basiert. Schliesslich handelt es sich zwar nicht um ein koedukatives Programm, jedoch arbeiten in verschiedenen Positionen, u. a. als Lehrerinnen, etliche weibliche Mitarbeiterinnen. Für die Arbeit in den Glen Mills Schools bewerben sich nur wenige Frauen. Durch zahlreiche Öffentlichkeitskontakte sind die Schüler gefordert, auch einen adäquaten Umgang mit Frauen zu üben. Die Aussage eines Absolventen unterstützt dies: „In den Heimen und in der Untersuchungshaft, wo ich war, war es angesagt, hinter Frauen herzupfeiffen und irgendwelche Bemerkungen zu machen, je eindeutiger, desto besser. Kein Mensch hat sich Gedanken gemacht, wie das für die Frauen und Mädchen ist. In Glen Mills gelten  solche Sachen als absolut uncool. Selber möchte man doch auch nicht, dass die eigene Freundin, Schwester oder Mutter so angemacht wird. So habe ich das aber vorher nie gesehen.“ Zur Normenbildung im Umgang mit anderen trägt auch ein weiterer Leitsatz der Schule bei: Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Rasse, Hautfarbe, ethnischen oder sozialen Herkunft, seiner genetischen Merkmale, Sprache, Religion oder Weltanschauung, seiner politischen oder sonstigen Anschauung, der Zugehörigkeiten zu nationalen Minderheiten, des Vermögens, der Geburt, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung benachteiligt werden.“

 

8. Können deutsche Schüler in den Glen Mills Schools einen Schulabschluss und berufliche Zertifikate erlangen? Welche Rolle spielt hierbei die Sprachbarriere? Gelten die Schulabschlüsse in Deutschland?

Ein Grossteil der deutschen Jugendlichen haben in den Glen Mills Schools in den letzen Jahren einen Highschoolabschluss erworben. Diese Prüfungen werden nicht intern, sondern extern von der staatlichen Schulaufsichtsbehörde abgenommen,  von der die Glen Mills Schools im übrigen auch lizensiert sind. Daneben unterliegen die Glen Mills Schools als unabhängige, gemeinnützige Organisation den örtlichen und überörtlichen Heimaufsichten und Genehmigungsverfahren. Bei den beruflichen Zertifikaten verhält es sich nicht anders. Die deutschen Teilnehmer haben auch hier die gleichen Zertifikatsebenen erreicht, wie die amerikanischen Teilnehmer. Bei den Berufszertifikaten ist hervorzuheben, dass die Ausbildung entsprechend dem neuesten Entwicklungsstand im jeweiligen Bereich stattfindet und dokumentiert wird. Entsprechende Übertragungen in die deutsche Sprache tragen dazu bei, dass von Betrieben in Deutschland eingeordnet werden kann, auf welchem Leistungslevel sich ein Bewerber befindet. Die beruflichen Vorkenntnisse, aber auch die schulischen Leistungen haben bei der weit überwiegenden Zahl der Absolventen  einen entscheidenden Bewerber-Vorteil  bei der Vergabe von Lehr- und Arbeitsstellen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bewirkt und entscheidend zum Erwerb einer Ausbildungs- und/oder Arbeitsstelle beigetragen. Ein Absolvent ist mit dem amerikanischen Highschooldiplom (im allgemeinen als Realschulabschluss in Deutschland gewertet) an einer Grafik-Design-Kunstschule angenommen worden. Die Sprachbarriere spielt lediglich am Anfang eine Rolle. Bedingt durch den Umstand, dass die Schüler ständig gefordert sind, sich in einer fremden Sprache zu verständigen, entwickelt sich auch das Sprachverständnis durch Handeln in konkreten Situationen entsprechend schnell. Bedingt durch die Dominanz der englischen Sprache in der Jugendkultur (Musik, Redewendungen usw.) verfügt jeder Jugendliche letztlich auch dann über ein Grundvokabular, wenn er nach deutschen Schulunterlagen im Rahmen der offiziellen Bewertung über keinerlei Kenntnisse verfügt. Für Schüler, die nur ein gering entwickeltes Sprachverständnis haben, wird von einer Lehrerin der Glen Mills Schools ein Englisch-Intensivkurs angeboten. 

 

9. Handelt es sich bei den Glen Mills Schools um ein Programm, bei dem Sport den zentralen Bestandteil einnimmt?

Im Gegensatz zur Bundesrepublik gibt es in Amerika keinen Vereinssport. Der Sport ist eng mit den Schulen, Colleges und Universitäten verknüpft. Ein Schüler, der einem Schulsportteam angehören will, muss nicht nur durch seine besonderen sportlichen Leistungen überzeugen, sondern u. a. auch gutes Sozialverhalten zeigen, gute Noten haben und  regelmässig zur Schule gehen, um vom jeweiligen Landessportbund eine Spielerlaubnis zu erhalten. Meistenteils treffen all diese Voraussetzungen auch für die amerikanischen Schüler der Glen Mills Schools nicht zu. In der Regel können sie erst nach einer unterschiedlich langen Sperrzeitberechnung für Schulversäumnisse u. a. aktiv in einer Sportmannschaft antreten. Während der Sperrzeit können die Schüler, wenn sie sonst die sportlichen Voraussetzungen erfüllen, allerdings beim Mannschaftstraining mitmachen und bei Spielen antreten, die ausser Konkurrenz und damit nicht im Rahmen von offiziellen Aussscheidungen stattfinden. Viele amerikanische Schüler entdecken in den Glen Mills Schools ihre sportlichen Fähigkeiten.

 

Im übrigen steht der Sport an letzter Stelle in der Prioritätenliste der Zielsetzungsprozesse der Glen Mills Schools. An erster Stelle steht der soziale Kompetenzerwerb – und damit verbunden, die positive Verhaltensänderung -, an zweiter Stelle der allgemeinbildende Schulbesuch, an dritter Stelle gefolgt von der beruflichen Orientierung. Eine Besonderheit stellt indes dar, dass ein amerikanischer Schüler über gute sportliche Leistungen in ein College oder eine Universität aufgenommen werden kann. Ansonsten ist Mittwoch abend der Schulsport verpflichtend für alle Schüler. Während der täglichen Freizeitblöcke und an den Wochenenden können die Sporteinrichtungen der Schule individuell von den Schülern neben anderen Angeboten zur Freizeitgestaltung genutzt werden.

 

10. Ein Jahr Laborathmospäre – und dann? Haben Absolventen der Glen Mills Schools danach einen Realitätsverlust?

Die Vermutung einer Laborathmosphäre können insbesondere die Absolventen der Glen Mills Schools nicht nachvollziehen. Aus ihrer Sicht können besonders die erlernten sozialen Fähigkeiten nach Abschluss gut verwertet werden, weil sie realitätsbezogen sind und auf alle möglichen sozialen Situationen im Alltagsleben in Deutschland gleichermassen anwendbar. Schliesslich  befinden sich die Glen Mills Schools inmitten des Dorfes Glen Mills, umgeben von Siedlungen wohlhabenderer Bürger. Durch die Nutzung der Werkstätten z. B. durch Aussenstehende, durch zahlreiche Besucher auf dem Gelände, durch die Besucher der verschiedenen Sportveranstaltungen und des Golfplatzes der Schule und z. B. durch die regelmässigen Treffen des Heimatvereins auf dem Schulgelände handelt es sich nicht um eine abgeschlossene Athmosphäre. Im übrigen besteht an 7 Wochentagen die Möglichkeit von Elternbesuchen und von Heimatbeurlaubungen, wie auch von Exkursionen. Der Überlegung, dass Glen Mills Absolventen nach der Rückkehr auf „Normalnull“ reduziert werden müssten und wieder mühsam akzeptieren müssten, dass unter den deutschen Bedingungen die erworbenen Fähigkeiten nicht umsetzbar seien, ist in diesem Zusammenhang zu widersprechen. Durch gezielte und umfassende Begleitung und Hilfestellungen im Rahmen des reintegrativen Mentorings (PIMS)® der Glen Mills Academie Deutschland beispielsweise, sind weitreichende Umsetzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten der Perspektiven in Deutschland bereits vor der Rückkehr gegeben.

 

11. Ist das Modell der Glen Mills Schools überhaupt auf den deutschen (europäischen) Kulturkreis übertragbar? Welche Rolle spielen kulturelle Unterschiede? Was ist so anders als bei den zahlreichen Angeboten in der deutschen Jugendhilfe?

Aus der Perspektive der Absolventen ist die Diskussion um die unterschiedlichen Kulturen eine Auseinandersetzung, die aus der Erwachsenenperspektive geführt wird. Besonders wird auf die international gleichen Orientierungen verwiesen. Jugendliche, egal welcher Herkunft, hören die gleiche Musik, identifizieren sich mit den gleichen Musikrichtungen, Moden und Trends und finden deshalb, u. a. aufgrund von äusseren Symbolen,  schnell eine Verständigungsebene mit anderen. Es ist auch der Begriff der amerikanischen Kultur zu hinterfragen. Nicht nur in den Glen Mills Schools befinden sich Schüler unterschiedlichster ethnischer Herkunft mit entsprechend unterschiedlichen kulturellen Ausrichtungen und Traditionen. Die amerikanische Bevölkerung selbst ist multikulturell. Schüler der Schule haben z. B. eine Mutter italienischer Herkunft und einen Vater, dessen Eltern aus China stammen. Deshalb allein kann schon nicht von einer einheitlichen Kultur die Rede sein. Im übrigen sind die kulturellen Einflüsse aus der Einschätzung  der Absolventen  z. B. in Kalifornien durch starke mexikanische Einflüsse anders als z. B. in Pennsylvania. Jugendliche in der Adoleszenz verhalten sich grundsätzlich, so sieht es ein Absolvent, aus den gleichen Beweggründen, wie alle Menschen. Sie wollen durch ihr Verhalten dazugehören, Anerkennung und Ansehen erlangen. Deshalb verhalten sich Jugendliche in Amerika, gleich welcher Herkunft oder Hautfarbe,  aus der Sicht der deutschen Absolventen im wesentlichen aus den gleichen Gründen abweichend, wie Jugendliche aus Deutschland, den Niederlanden, den niederländischen Antillen oder aus indianischen Reservaten, um nur einige Gruppen der Schülerschaft zu benennen. Schwierigkeiten bei der Übertragbarkeit sehen die Absolventen insbesondere darin, das richtige Personal für den Betrieb einer solchen Schule zu finden. Aus der Sicht der beiden Absolventen, die im Unterschied zu anderen Teilnehmern bereits zahlreiche Angebote der Jugendhilfe durchlaufen und schon Untersuchungshafterfahrung hatten, besteht ein wesentlicher Unterschied darin, dass ihnen bei vorangegangenen Heimaufenthalten immer sehr viel versprochen worden sei, aber sie am Ende doch immer wieder „rausgeflogen“ seien oder festgestellt hätten, dass die Angebote den Erwartungen nicht entsprachen. Konkret drückt dies ein Absolvent aus seiner persönlichen Erfahrung so aus: „Ich sollte in ein Heim, um aus meinem schlechten Freundeskreis herauszukommen. Als ich im Heim ankam und das Aufnahmegespräch hinter mir hatte, merkte ich schnell, dass es dort, wenn die Erzieher nicht dabei waren, noch heftiger abging, als vorher zu Hause, weil sich dort alle möglichen Leute trafen, die nicht klarkamen.  Ich bin dann schliesslich gegangen. Dann war das so, dass man gesagt hat, ich hätte meine Chancen nicht genutzt. Mir hat keiner geglaubt, dass es wirklich anders war, als es in den Broschüren stand.  Dann bin ich in der Untersuchungshaft gelandet, weil ich wieder von meinen Kumpels getrennt werden sollte. Die habe ich dann aber alle nach und nach in der Haft wiedergetroffen. Darüber wie es ist, 23 Stunden mit einem anderen Jugendlichen in einer Zelle eingeschlossen zu sein, macht sich keiner Gedanken. Keine Schule, gar nichts.  Als ich nach Glen Mills ging, wusste ich vorher ziemlich genau, was ich dort erwarten konnte und was nicht, wie sich später herausgestellt hat. Am Anfang habe ich alles erst nicht so geglaubt, aber dort gibt es wirklich nicht solche Sachen, wie ich sie kennengelernt habe, keine Drogen und Schlägereien, Bedrohungen. Es ist wirklich wie eine Schule und man kann sich als normaler Schüler fühlen und muss nicht ständig befürchten, dass hinter dem eigenen Rücken jederzeit irgendetwas abgeht. Ich hatte das erste Mal das Gefühl, dass man nicht nur über mich und meine Probleme redet, sondern dass ich wirklich ernstgenommen werde und im Mittelpunkt stehe. Damit ist nicht gesagt, dass das in Deutschland überall so abläuft, aber für viele Jugendliche, allein für viele die ich kenne, wäre es bestimmt gut, wenn es eine solche Schule auch in Deutschland geben würde. Es ist einfacher, von anderen Jugendlichen Kritik anzunehmen und sich etwas sagen zu lassen, als von Erwachsenen, die die Situation von Jugendlichen oft nur aus Büchern kennen.“

Schlussbemerkung

Vorurteile über die Glen Mills Schools kann man abbauen, wenn man sich mit dem Original beschäftigt und sich nicht mit Sekundärliteratur und Medienberichten zufriedengibt. Es ist zu hoffen, dass der vorliegende Beitrag hierbei einen adäquaten Anteil leistet. Eine „neue Kultur jugendlicher Partizipation...“[5], wie es u. a. die Magdeburger Inititative fordert und damit ein Perspektivenwechsel scheint indes in der gesamten Diskussion um wirkungsvolle Angebotsstrukturen generell nicht nur eine Überlegung wert, sondern grundsätzlich angebracht  zu sein.

 

 

 

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Die Autorin begründete 1995 das Schulprogramm für Teilnehmer aus Deutschland mit den Glen Mills Schools, USA. Seitdem ist sie kontinuierlich mit allen Teilnehmern aus Deutschland und vor Ort in den USA tätig. Damit verfügt sie international über die längsten und intensivsten Erfahrungen mit den Glen Mills Schools. Gleichfalls ist sie Gründungsmitglied und Vorstandsvorsitzende der Glen Mills Academie Deutschland® e. V. (Hauptgeschäftsstelle: PF 1245, 32292 Lübbecke, Tel. 05741/809007, FAX 809008, E-mail: guder@glenmillsaca.de) Die Glen Mills Academie Deutschland® e. V. führt als einziger Träger in der Bundesrepublik nunmher seit 2001 das Schulprogramm für Teilnehmer aus Deutschland mit den Glen Mills Schools, USA durch und unterhält mittlerweile auch im europäischen Raum vielfältige Kontakte.


 

[1] Erklärung der Magdeburger Initiative 1999

[2] Umsatzempfehlungen zu den Thesen der gemeinsamen Arbeitsgruppe der Innen-, Justiz-, Jugend- und Kultusministerkonferenz zur Vermeidung von Kinder- und Jugenddelinquenz 2000

[3] so u. a. benannt in der Dokumentation der Firma Migra-Film „Eldin im Wunderland“, Köln 2000

[4] Mansel, Jürgen: Die Lebenswelt Jugendlicher im Spannungsfeld von Realität, Deutungen und konstruierten Bildern, in: DVJJ (Hrsg.): Kinder und Jugendliche als Opfer und Täter, Dokumentation des 24. Deutschen Jugendgerichtstages vom 18.-22. September 1998 in Hamburg, Forum –Verlag, Mönchengladbach 1999

[5] Erklärung der Magdeburger Initiative 1999